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Hohenems – Radetzkystrasse 1 Live: mit Mikael Vogel

Radetzkystrasse 1 Live: mit Mikael Vogel

Live Podcast

Preis

Eintritt: pay as you wish | Anmeldung: anmeldung@literatur.ist

Radetzkystrasse 1 Live: mit Mikael Vogel

Dienstag, 10. November 2026, 19 Uhr, Literaturhaus Vorarlberg

Wie lässt sich vom Sterben eines geliebten Menschen erzählen und zugleich vom Leben? Wie schreibt man über Verlust, ohne das Verlorene festzuschreiben? Und was kann Poesie dort, wo Erinnerung brüchig wird und Worte fehlen?

In seinem Gedichtband Lonely Planet Mensch (Verlagshaus Berlin, 2026) nähert sich Mikael Vogel dem Sterben seiner Mutter und zugleich den vielen Stimmen, Bildern und Erinnerungen, die auftauchen, wenn ein Mensch geht. Verlust, Trauer und Vergeblichkeit stehen darin neben Nähe, Lebenslust und Hoffnung. Aus dieser Spannung entsteht ein poetischer Raum, in dem die Toten nicht einfach verschwinden und die Lebenden nicht unversehrt bleiben.

Im nicht mehr möglichen Gespräch mit der Mutter versucht Vogel, ihr Leben, ihre Verletzungen und ihre Geschichte neu zu betrachten. Dabei treten andere Stimmen hinzu, literarische und popkulturelle, reale und erinnerte. Sie werden zu Begleiterinnen und Verbündeten auf der Suche nach einer Sprache für das, was sich nicht festhalten lässt. Lonely Planet Mensch fragt danach, wie wir mit Verlust weiterleben und wie Erinnerung, Sprache und Poesie Verbindung bewahren können.

In der Live-Ausgabe unseres Podcasts Radetzkystrasse 1 spricht Frauke Kühn mit Mikael Vogel über die Entstehung des Buches, über das Schreiben angesichts von Tod und Trauer, über Lebenslust und Erinnerung und über seinen Satz: „Leben ist leichter auf dem Papier, überleben auch.“

Was vermag Sprache, wenn das Leben an seine Grenzen kommt? Wo beginnt Literatur, wenn biografische Erfahrung zu Poesie wird? Und kann in dem, was uns zerbrechen lässt, tatsächlich etwas von der Poesie des Menschseins sichtbar werden?

Musikalisch eröffnet und beendet wird der Abend mit unserem eigens live gespielten Jingle von Monica Tarcsay (Violine), Gyöngyi Ellensohn (Bratsche), Fabian Jäger (Cello) und Darius Grimmel (Kontrabass).

In schöner Zusammenarbeit mit dem Hospiz am See.